There’s a place for us

Es ist ja sowas von Winter da draußen. Noch vor ein paar Tagen, fand ich das fast richtig schön. So ein bissi Schnee, grad genug um die Kinderchens zu erfreuen aber schnell genug weg um das Verkehrschaos überschaubar zu halten. Als ich heute Früh aber dann trotz Scheibenenteisungsspray eiskratzen musste, war meine Stimmung schon einigermaßen gedämpft. Wenn ich was nicht ausstehen kann, ist das eiskratzen. Aber dann! Aber dann hab ich auch noch eine Schneeflocke durch die Nase eingeatmet! Zuerst die Überraschung, dass das jetzt überhaupt passiert ist, gefolgt von kitzeln und gleichzeitig kalt, ist eine Kombination, die mich schon leicht aus der Fassung bringen kann! Da hört sich der Spaß auf, der Ofen ist aus und was nicht noch alles. Der Winter und ich, wir sind keine Freunde mehr. Ich mag nicht mehr. Gott sei Dank gibt es aber einen Platz, der einen die Kälte vergessen läßt. Ein freundlicher Platz in dieser unwirtlichen Zeit.

Man erreicht ihn über ein paar Stufen. Hinunter. Nicht hinauf. Mit diesen paar Stufen, läßt man den Schneematsch der Hauptstraße hinter sich und tritt ein, in eine nach Kaffee duftende Wunderwelt. Zugegeben ist die Wunderwelt ganz schön klein, aber genau das macht ihr Flair aus. Mittlerweile braucht es schon eine Portion Glück damit man einen der begehrten Tische ergattert. Man könnte natürlich reservieren aber wo bleibt da der Reiz? Begrüßt wird man, je nach Uhrzeit, von ein bis zwei, je nach Uhrzeit, freundlichen Gesichtern. Alex und Benjamin sind die Hüter des Kleinods an der Hauptstraße. Sie verwöhnen Freundin Claudia und mich, beinahe täglich, mit Kaffee und Leckereien. Wobei der Kaffee nicht einfach Kaffee ist. Kaffee wird in diesem Raum zur Kunst erhoben! Von regionalen Kleinröstern bezogen, wird die Zubereitung zelebriert. Der Milchschaum ist so fluffig, man möchte sich reinlegen und sich in seiner wohligen Wärme suhlen. Wir kriegen auch immer was zu essen. Weil wir es bestellen, nicht weil man uns dort so mag. Auch da heben sich die Jungs durch lokale Originalität deutlich von der Konkurrenz ab. Gebäck vom Bäcker nebenan. Die Marmelade selbstgemacht. Immer wieder neue Kreationen, die dem Gaumen schmeicheln. Experimentierfreudig gehen sie ans Werk und geben ihren Gaumenfreuden originelle Namen wie: Popeye & die Alligatorbirne. Schon probiert! Köstlich! Wobei meine Favoriten immer noch die Bagles sind. Nicht zu verwechseln mit Beagles! Hunde dürfen aber auch rein. Ins Lokal! Nicht in die Bagles.

Diese Stunde die wir dort verbringen ist aber so viel mehr als nur mittagessen gehen. Es ist eine Therapiestunde mit Genusshintergrund. Eine Möglichkeit durchzuatmen und Kraft zu schöpfen. Wir kommen in dieser Stunde im wahrsten Sinne des Wortes runter. Zuerst die paar Stufen und dann zu uns selbst. Dort schmieden wir Pläne, tauschen uns aus, reden uns den Kummer von der Seele, feiern uns und unsere fabelhaften Ideen. Dieser Ort ist nicht einfach nur ein Kaffeehaus. Es ist ein Stück Zuhause.

Wer denkt, ich schreibe das, weil ich drum gebeten wurde oder weil ich was dafür krieg irrt! Claudia war dagegen, dass ich das schreibe. Weil dann vielleicht noch mehr Leute hingehen und wir vielleicht wirklich keinen Tisch mehr kriegen über kurz oder lang! Das wäre in der Tat fürchterlich! Aber so viele Leute lesen das hier ja nicht. Und ausserdem werde ich mich hüten zu verraten, dass das Lokal Mister B.EANS heißt und in Mödling ist. #misterbeans

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