YouTuber also

Wenn man ein Kind früher gefragt hat, was es mal werden will wenn es groß ist, bekam man mit großer Wahrscheinlichkeit eine klassische Antwort. Feuerwehrmann, Pilot, Polizist, Frisörin…sowas halt. Stellt man diese Frage heutzutage kleinen Kindern, kriegt man nach wie vor diese Antworten. Ich wollte übrigens sehr lange Stewardess werden. Damals hat man das noch so gesagt.

Stellt man die Berufsfrage heutzutage aber einem größeren Kind, also einem Jugendlichen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Antwort lautet: „YouTuber!“ oder „Blogger!“. Kinder bitte. YouTuber? Blogger? Das sind doch bitteschön keine Berufe! Also zumindest keine seriösen.

Ja sicher, ich schreib da auch herum und hoff, dass es jemand liest. Und das macht mir auch Spaß! Aber mein erlernter Beruf ist ein Anderer. Ja sicher nutz ich YouTube auch hin und wieder. Wenn meine Freundin Claudia und ich in Carpool-Karaoke Videos reinkippen, ist so ein halber Vormittag schnell verplempert. Aber ist YouTuber wirklich ein Beruf? Ich hab mich da in den letzten Tagen ein bissi reingetigert in die Materie. Meine Herrn! Was da manche auffahren ist schon beachtlich! Rein vom Equipment her und dem Aufwand der betrieben wird. Da sind auch durchaus lustige Videos dabei. Ich verstehe den Hype aus der Sicht der Vlogger total. Wenn man mit dem was man gern tut Geld verdienen kann, wieso nicht? Dass man seinen erlernten Beruf dafür an den Nagel hängt, so man überhaupt einen erlernt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Aber bitte. Ist ja nicht mein Bier. Ich bin sowieso zu wenig Rampensau, als dass ich mich hinstellen würd und ein Video davon mach wie ich den Bernhardiner morgens um 6 in die Schranken weise.

Was sich mir aber voll und ganz und gar verschließt ist, wie man den lieben langen Tag damit verbringen kann, YouTube Videos anzuschauen. Also keine Musikvideos.   Sondern Videos, in denen man jemandem dabei zusieht wie er ein Videospiel spielt. Oder sich ein Gesicht malt. Oder wie sich ein Pärchen den Finger des Einen an eine Körperstelle legt und der Andere mit verbundenen Augen raten muss an welche. Echt jetzt? Damit verplempert ihr eure Zeit? Wie fad ist euch eigentlich? Jaja Angebot und Nachfrage, ich weiß schon. Aber ehrlich. Ist das die neue Freizeitgestaltung? Ich verstehs einfach nicht. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt. Oder zu wenig hip! Wahrscheinlich beides. Oder wie es die Susi ausdrückt: geriatrisch.

Ein Kommentar zu „YouTuber also

  1. Youtuber als Beruf ist eine Einbahnstraße. Die Bekanntheit wird vergehen und viele übersehen die Vorsogen die sie als Selbstständige treffen müssen. Versicherungen, Altervorsorge, … Die meisten Youtuber im deutschen Raum leben nur den Moment und denken nicht an die Zukunft.

    Was die „Trends“ auf Youtube angeht war 2017 besonders. Pranks, 1000 Grad heiße Messer, Baden in …
    Ein Trend beschissener als der andere und unkreaktiv wie sonst was aber die Zielgruppe (Kinder & relativ beschränkte Menschen) feiern ihre Idole und nehmen alles was die sagen für bare Münze.

    Dem gegenüber stehen Youtuber die entweder was bewegt haben auf der Plattform oder für Qualität einstehen. Die besten Beispiele hier wären Coldmirror, die nicht nur die ganze deutsche Community aus der Taufe gehoben hat sondern bis heute (Stand 11 Jahre Youtube) keinen Euro mit ihrem Content verdient hat und Julian Bam, der wohl qualitativ hochwertigste Youtuber Deutschlands.

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