Schlafenszeit

Ich brauch nicht wahnsinnig viel Schlaf. Gott sei dank, weil ich krieg auch nicht wahnsinnig viel Schlaf.

Seit ein paar Jahren, fast sechs um halbwegs genau zu sein, wohnt eine wandelnde Schlafstörung bei uns. Wobei das mittelgroße Kind nicht im eigentlichen Sinn wandelt, zumindest nicht in der Nacht. Nein, es lässt wandeln und zwar mich! Wozu hat man schließlich Personal!

Zu Anfang war ich sowieso im Versorgungsmodus, da geht viel mit sehr wenig Schlaf. Kurz bevor ich zum Mambie (Mama+Zombie) geworden wäre, hat sich das Schlafverhalten des Terrorzwergs merklich verändert und zwar dahingehend, dass ich aufgegeben habe meine Willen durchsetzen zu wollen. Es wurde ein anderes Bett angeschafft und zwar eines mit einem zweiten Bett unterm Bett. Also nicht übereinander wie ein Stockbett sondern mehr ineinander. Ein zwei-in-einem-Bett. Der Gedanke dahinter war ein praktischer. Wenn das Ding schon da ist, kann ich mich zum vorlesen ja auch genausogut da reinlegen als irgendwo herumzulungern und wenn sich mal ein Übernachtungsgast ankündigt, ist auch Platz. Voll schlau!

Das mittlerweile bereits recht mittelgroße Kind bestand zu diesem Zeitpunkt darauf, und das sehr beharrlich, nicht alleine schlafen zu können. Also es wollte nicht nur nicht, es konnte nicht. Unmöglich. Unter keinen Umständen. Als halbwegs vernunftsbegabter Erwachsener wägt man dann ab was wichtiger ist: die Möglichkeit in aller Frühe beim ersten Mamakrähen annähernd ausgeruht zu sein oder der ohnehin aussichtslose Versuch dem Kind erklären zu wollen warum es sehr wohl alleine schlafen kann. Schlaf gewinnt. So passierte es doch immer öfter, dass ich in der Wartezeit, bis das kindliche Schnaufen gleichmäßig auf tiefen Schlaf schließen ließ, selbst eingeschlummert bin. Das war dann aber auch blöd, weil ich um 23:00 relativ ausgeruht aufgewacht bin und dann bis um 2:00 ferngeschaut habe und um 6:00 erst recht wieder reichlich übermüdet aus der Wäsche geschaut hab.

Wie alles andere hat sich das mit der Zeit aber eingependelt. Das mittelgroße Kind war dann doch irgendwann bereit, nach der Gute-Nacht-Geschichte alleine einzuschlafen und auch die Häufigkeit der durchgeschlafenen Nächte ist gestiegen. Man sollte meinen, dass damit auch mein Schlafpensum gestiegen ist! Wäre es wahrscheinlich auch wenn ich vor rund einem Jahr nicht die grandiose Idee gehabt hätte, dass es Zeit für ein oder zwei Haustiere wäre. Ich kann also nicht mal irgendjemanden beschimpfen, wenn ich sonntags um 4:47 von herzzerreißendem Miauen gepaart mit konsequentem Kratzen, an just immer der Tür hinter der ich mich befinde, geweckt werde. Mit etwas Glück werde nur ich munter und bewache fortan den Schlaf der Restfamilie bis das mittelgroße Kind zum ersten Mal mamakräht.

Ich bin aber davon überzeugt, dass auch das nur eine Phase ist. Glücklicherweise brauche ich nicht wahnsinnig viel Schlaf.

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