Der Nachtrag

„Der Blog ist super aber du hast das Spiel mit keinem Wort erwähnt.“ Wo er recht hat, hat er recht! Und weil das eh selten genug passiert, soll er seinen Willen haben.

Ich wollt dem Spiel nur eine eigene Schreibe widmen, immerhin war das der wahre Grund der Londonreise. Das Spiel war das NFL Match Seahawks gegen Raiders. Beide nicht unsere Mannschaften, aber seis drum! Dabei sein ist alles. Wenn mans schon nicht ins Amiland schafft um so ein Match zu sehen, muss man die Gelegenheiten, die sich einem sonst bieten am Schopf packen und das heißt dann konkret: Flug und Hotel im Jänner buchen und dann bis September warten und hoffen, dass man Tickets zum Spiel ergattert. Sonst hat man eben nur ein nettes Wochenende in London gebucht.

Wir hatten saumäßiges Glück mit den Karten. Natürlich war die Ticketplatform heillos überlastet und die Karten waren innerhalb von Minuten ausverkauft. Keine Karten für Nicole & Richi. Was für eine Niederlage. Da kam der rettende Anruf unseres hochgeschätzten Ichbuchdiralleswasduwillst-Wunderwutzis Christian Schmid: er hat Tickets für uns! Großer Jubel! Wochenende gerettet!

Sonntag, 14.10.2018. Gameday! Endlich! Bei bestem Londoner Wetter, also Nieselregen und Temperaturen unter 12 Grad Celsius, haben wir uns auf den Weg gemacht zum legendären Wembley Stadium. Das ist schon groß! Davor und drumherum: eine ziemlich fette Fanarea mit allem was so dazu gehört. Fanartikel, Bier, Snacks. Wir natürlich völlig immun, weil ich bind mir sicher keinen Schal um auf dem Seahawks:Raiders steht. So kalt kanns gar nicht sein! Außerdem waren wir noch im örtlichen Sportgeschäft und hatten uns mit New England Patriots-Fanartikeln eingedeckt. Die, die wir schon hatten, waren zuhause geblieben in der Annahme, dass wir sie nicht brauchen. Aber nachdem wir nach unserer Ankunft festgestellt hatten, dass die Stadt voll ist mit Footballfans, von denen jeder das Jersey seiner Lieblingsmannschaft an hat, haben auch wir Farbe bekannt. Beim American Football ist es glücklicherweise nicht so, dass man Gefahr läuft einen Streit zu provozieren, nur weil man das falsche Shirt trägt! Ein Grund warum ich diese Sportart so mag!

Nach einem eiskalten Budweiser, ein Glühwein wär mir lieber gewesen, mit Wunderwutzi Christian und gleichzeitiger Kartenübergabe gings rein ins Stadion. Hab ich erwähnt, dass das echt groß ist? Der Einlass war sehr organisiert und sehr friedlich, was auch zu erwarten war. Unsere Plätze haben wir schnell gefunden und dann der erste Blick aufs Spielfeld. Bist. Du. Deppert. Ich war ja noch nicht in vielen Stadien. Am öftesten im ehrenwerten Ernst-Happel-Stadion zu Wien. Das passt da gefühlt zweimal hinein. Locker. Dieses Wembley Stadion ist so groß! Wir haben uns noch bei einer der unzähligen Futterstellen Hot Dogs und Bier organisiert und dann gings auch schon los! Den Spielverlauf kann man schnell zusammenfassen: eher mau. Aber das war uns nicht so wichtig. Die Stimmung war grandios! Die Atmosphäre unbeschreiblich! Die Nachos fabelhaft! Blöderweise ist die Bierleitung in der Halbzeit versiegt. Wie das passieren kann, ist mir ein Rätsel. Zumal so ein Football-Match ja schon ein paar Stunden dauern kann. Aber das Pale Ale aus der Dose war dann auch ok. Generell hat sich das hauseigenen Ausgabepersonal nicht grad durch Schnelligkeit und Motivation ausgezeichnet. Hätten sie noch langsamer gearbeiten, hätten sie sich in der Zeit rückwarts bewegt. Das war aber auch schon der einzige Negativpunkt über den ich berichten kann.

Beim Endstand von 27:3 waren wir schon am halben Weg zur U-Bahn. Nicht nur wir waren so schlau und sind ein bissi früher gegangen. Die Idee hatten auch ca. 40.000 andere Zuschauer. Obwohl ich, vielleicht bedingt durch meine Körperkürze, Menschenmengen nur ganz schlecht ertrage, war der Auszug absolut ok. Zwar viele Leute aber kein Gedränge oder Geschubse. Langsam aber stetig hat sich die Fan-Wurst in Richtung Station bewegt, wurde immer wieder mal gestoppt und stückchenweise zur Bahn vorgelassen. Wieder alles sehr organisiert und friedlich. Einer der Ordner hatte dann noch die grandiose Idee über sein Megafon Musik abzuspielen, was die Menge dazu gebracht hat VMCA zu tanzen, was für sich schon wieder ein Erlebnis war! Kaum zwei Stunden später waren wir auch schon in unserer Unterkunft am anderen Ende der Stadt angekommen. Durchgefroren aber glücklich und mit der fixen Idee: das machen wir nächstes Jahr gleich nochmal!

 

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