Von einem andern Stern

Sie sind gelandet. Q. Ja, Q. Einfach nur Q. Und sie haben mein Autoradio voll verfunkt. Also Funk wie die Musikrichtung, nicht wie Rundfunk. Der Rundfunk ist aber eigentlich ein gutes Stichwort, weil der ignoriert österreichische Musik ja ganz gern. Besonders der öffentlich rechtliche. Ich bin mal gespannt ob sie daran vorbeikommen! Da müssen sie sich schon sehr taub stellen.

Gut, ja ich muss zugeben, ich bin da wahrscheinlich eventuell nicht ganz objektiv was diese besondere Band angeht. Eine handvoll der feinsten Musiker Österreichs haben sich da um Eric Papilaya geschart, den ich sowohl als Menschen, als auch als Musiker sehr schätze. Ich würde ihn sogar als einen Freund bezeichnen. Was sie machen, lässt sich schwer schubladisieren. Jeder für sich beherrscht sein Instrument perfekt. Zusammen ergibt das eine abgefahrene Mischung! Es ist Funk (wieder nicht der Runde) und Pop und Soul der einem da um die Ohren schnalzt. Ehrliche Musik von Menschenhand gemacht. Musik die einen mit dem Hintern wackeln lässt, ob man nun will oder nicht. Es ist Musik, die gehört werden will. Gehört werden muss! Man will sich sofort bewegen, weil die Beats einen packen, einmal im Kreis drehen, einem von der kleinen Zehe bis ins Hirn fahren und Stunden später völlig durchgeschwitzt wieder ausspucken und man sich verdutzt fragt, was das jetzt grad war. Während ich das schreibe läuft „Wir feiern anders“ und ich muss mich sehr aufs schreiben konzentrieren, weil die Tastatur sich ums verrecken nicht mitbewegen will. Voll unkooperativ. Ich wechsle zu „Dinge“. Schlechte Wahl. Der Rhythmus passt zwar besser zu meiner aktuellen Tätigkeit aber die zauberhafte Stimme von Julie ist nicht förderlich um hier voranzukommen. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt welche wunderbaren Töne aus dieser Frau herauskommen wenn sie den Mund aufmacht! Wo kommen die bitte her? Und wo war ich grad? Aja. Q. Ich könnte jetzt noch schreiben, dass die Stimme von Stefan Wessel den Gesang noch richtig rund macht. Was auch der Wahrheit entspricht. Ich könnte noch schreiben, dass keine Worte den Gesichtsausdruck von Thomas Hechenberger beschreiben können, wenn er sein Instrument bearbeiten, ja fast liebkost. Auf eine mitunter strenge Art. Das liest sich komisch, wenns da so steht. Das muss man einfach gesehen haben. Ich könnte noch die Akkuranz der Bläsersektion hervorheben. Ich könnte noch so viel schreiben und doch würde ich mit meiner Beschreibung der Genialität dieser Band nicht gerecht werden können. Es ist Hingabe. Es ist Leidenschaft. Es ist Musik. So wie sie sein soll.

Und jetzt muss ich tanzen gehen!

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