Super-Bowl

Jedes Jahr, seit mittlerweile 5 oder 6 Jahren, bringt mich ein bestimmtes Sportereignis voll aus dem Konzept. Nein, nicht die Streifabfahrt. Die treibt mich nur jedes Jahr an den Rand des Herzinfarkts.

Der/die/das Superbowl. Es scheiden sich die Geister wies nun wirklich heißt. Also Superbowl ist klar, aber über das davor gibts heiße Diskussionen. Ich sag die Superbowl. Quasi Superschüssel. Ich weiß, dass die Lombardi-Trophy keine Schüssel ist! Wer weiß das nicht? Aber ich hab mal eine ganz tolle Schüssel gewonnen bei einer Superbowlparty. Gefüllt mit Orangen. War ein Spiel in Miami glaub ich. Jahre später wurde mir erklärt, die wunderbare Schüssel war als Wanderpokal gedacht. Hat mir keiner gesagt und ich kann mich auch nicht mehr erinnern ob ich sie jemals zurückgegeben hab. Wenn nicht, wirft das automatisch die Frage auf wo die wunderbare Schüssel zur Zeit ist. Falls also jemand irgendwo zufällig eine wunderbare Schüssel, mit oder ohne Orangen, findet und sich denkt: „Ma die Schüssel ist so super, das muss die Superbowl sein!“, dann bitte vorbeibringen am Sonntag. Wir brauchen eh Orangen für den Tequila.

Seit wir in unserer Firma eine jährlich größer werdende Superbowlparty schmeißen, hab ich im Vorfeld so viel zu tun, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Und dabei bin ich nur für die Kulinarik zuständig! Das ganze Rundherum wird von den wackeren Mannen gestemmt. Nici und die starken Männer…ein bewährter Schenkelklopfer. Was als gemütliches, gemeinsames Finalspielschauen anfing, hat sich zur Tradition entwickelt. Der Kreis der illustren Runde wird jedes Jahr etwas größer, aber nie zu groß. Man will ja das Gefühl der Exklusivität nicht einbüßen. Ich verlasse jedes Jahr am Freitag gegen Mittag die Firma. Jedes Jahr herrscht da ein mittelgroßes Chaos. Also ganz normales Chaos, wenn man nur arbeiten will. Aber zuviel Chaos um darin eine Party zu veranstalten!

Was dann passiert, weiß ich nicht genau. Ich bin beschäftigt mit einkaufen, backen, kochen, mixen, verzieren, schnippeln und solchen Dingen und betrete die Firma meistens erst wieder am Sonntag gegen Mittag. In diesen 48 Stunden findet eine unglaubliche Verwandlung statt. Da kann sich der Froschkönig noch was abschauen! Aus einem ganz normalen Lager für Veranstaltungstechnik, mit Kabelwänden und Unmengen von Cases mit unterschiedlichem Inhalt, wird eine gemütliche, coole Veranstaltungslocation. Mit Wuzzler, Darts, Playstation, Shisha-Ecke und natürlich einigen großen … sehr großen Fernsehern. Mit einem, mit viel Liebe zubereiteten, Buffet. Der Mensch braucht ja schließlich was zu essen in so einer langen Fernsehnacht. Ein bissi was zu trinken ist auch jedes Jahr da.

Ich weiß nicht wie sie das machen! Zauberei? Heinzelmännchen? Ich hab den leisen Verdacht, dass da verdammt viel Manpower dahintersteckt. Mit einer gehörigen Portion Eifer und dem Willen, die vergangene Party noch zu toppen. Ich staune immer wieder, was meine Buben da, in dieser kurzen Zeit, schaffen. Und ich freu mich schon so auf den Duft von frisch gegrillten Burgern, auf ein kaltes Bier, auf eine gemütliche Pre-Game Party und auf ein spannendes Spiel! Go Pats!

Aber bis es soweit ist, muss ich jetzt noch was erledigen. Nämlich: einkaufen, backen, kochen, mixen, verzieren, schnippeln…

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