Schreibblockade

„Was ist? Hast eine Schreibblockade?“

Nein, hab ich nicht aber es könnt eine werden wenn ich unter Druck gesetzt werde! Normalerweise arbeite ich unter Druck ja viel besser. Wo Andere ein spontanes Burn-Out bekommen, blühe ich auf! Nicht falsch verstehen! Burn-Out ist eine ernstzunehmende Angelegenheit. Nicht zu verwechseln mit ganz normalem Stress, den wahrscheinlich so ziemlich jeder kennt, der atmet. Wie auch viele das Gefühl des Ausgebranntseins kennen. Das verschwindet aber für gewöhnlich wieder von alleine und ist noch lang kein echtes Burn-Out. Aber ich will eigentlich gar nicht über Burn-Outs schreiben!

Ich wollte übers Schreiben schreiben. Was so auch nicht stimmt. Ich wollt über Hexenhaare schreiben. Mach ich dann halt ein anderes Mal. Schreiben also. Hab ich schon immer gern gemacht! Schon in der Schule waren mir Schularbeiten mit der Angabe „Schreib über dein schönstes Ferienerlebnis“ am liebsten. Da konnte ich mir irgendeinen Blödsinn aus den Fingern saugen. Solang Grammatik und Rechtschreibung gestimmt haben, war alles gut. Im Gegensatz dazu, lösen Angaben wie „(x – 1)2 – (x + 2)2 + (2x – 1) · (2x + 1) = (2x + 3)2 – 7“ nach wie vor ein helles Pfeifen in meinem Kopf, mit gleichzeitiger Gehirnabschaltung aus. Rückblickend tut mir mein Mathematik-Nachhilfelehrer wahnsinnig leid. Der arme Tropf! Es war und ist mir einfach komplett Banane was X ist. Interessanterweise war ich bisher auch nie in einer Situation in der das relevant gewesen wäre. Aber so ist das halt in einer allgemein bildenden höheren Schule. Vieles braucht man nie wieder, manches schon und hin und wieder denkt man sich: „F*** das wußte ich mal!“. So gings mir übrigens beim Häkeln! Wenn sich das mittelgroße Kind also in ein paar Jahren in der Schule wiederfindet, kann ich ihm zeigen wie man häkelt. Stricken bring ich vielleicht auch noch hin. Mathematik, Physik und Chemie wird  hingegen wer anderer übernehmen müssen. Das hohe Pfeifen bezieht sich nämlich auf fast alle naturwissenschaftlichen Fächer … Biologie ausgenommen. Das ging meistens. Einigermaßen. Insofern war die Wahl eines Realgymnasiums für mich vielleicht eher, naja sagen wir, suboptimal. Wie gut, dass man fürs Leben lernt und nicht für die Schule. Weil mit einem Großteil meiner Mitschüler hab ich immer noch Kontakt! Den sozialen Medien sei dank. Aus den Meisten ist auch echt was geworden! Ich bewundere Strebsamkeit allgemein. Etwas zu finden, das einen so fasziniert, dass man es studiert. Viele Jahre! Und nebenbei noch Kinder kriegt, diese Kinder großzieht, ein Haus baut und was weiß ich noch alles macht. Ich hab da den deutlich gemütlicheren Weg gewählt. Karriere mit Lehre. Wofür die paar Jahre AHS dann wieder gut waren, weil ich das was in der Berufsschule „gelehrt“ wurde, abgesehen vom berufsspezifischen Unterricht, hatte ich in der Tat alles schon mal gehört. Teilweise schon in der 3. Klasse Volksschule. Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Immer verlier ich den Faden. Was wahrscheinlich daran liegt, dass ich schreibe wie ich denke. Vom Hundertsten ins Tausendste. Sappalot.

Aja das Schreiben! Ich wollte eigentlich nur für mich schreiben. Ganz ohne Druck. Aufschreiben wenn mir was einfällt. Vielleicht wills ja wer lesen. Und wenn nicht, dann nicht. Was sowohl das Schreiben als auch das Lesen betrifft. „Was ist? Hast eine Schreibblockade?“, hat sie gesagt. Ja Himmel, ich hab einen Beruf auch noch! Gott sei Dank. Und dann schreibt sich so ein Text ja auch nicht von allein! Das braucht Zeit und ein Thema! So wie dieser Text! Apropos Zeit und Thema: interessant finde ich, dass bis jetzt die Texte den größten Zuspruch gefunden haben, die ich innerhalb von 20 Minuten hingerotzt hab. Die Texte bei denen ich mir hingegen wirklich lange Gedanken gemacht hab, sind im Universum verpufft mit einem leisen „Plllllllopp“, ohne weiteres Aufsehen zu erregen. Aber das ist wohl der ganz normale Lauf der Welt.

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